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Weitere pikante Details über das freizügige Treiben in Bornheim
finden sich in dem 1791 anonym erschienenen Werk "Briefe über
die Galanterien von Frankfurt am Mayn". Der Autor zählt nicht
nur die Gasthäuser auf, die als "Venustempel" dienten,
sondern beschreibt auch das Verhalten der Prostituierten und ihrer Kunden.
Bei aller Vorsicht, mit der man dieser Art von erotischer Literatur begegnen
muß, scheinen doch die meisten der Angaben der Realität zu
entsprechen. Auf alle Fälle blieb die Prostitution bis in das 19.
Jahrhundert hinein ein wichtiger Bestandteil des Bornheimer Wirtschaftslebens.
1785 wurden die Bornheimer Zeugen eines historischen Ereignisses. Von
der Bornheimer Heide aus startete der französische Ballonfahrer Blanchard
mit einem Heißluftballon zu einem Flug, der ihn zunächst in
eine Höhe von 6500 Fuß und anschließend bis nach Weilburg
führte. Blanchard legte die Strecke, für die man ansonsten einen
halben Tag brauchte, in gerade einmal 39 Minuten zurück. Weniger
erfreulich verlief eine weitere Begegnung mit der Weltgeschichte. In den
Revolutionskriegen rückte 1796 die französische Armee von Bergen
aus über die Friedberger Warte auf Frankfurt vor. Nachdem Übergabeverhandlungen
gescheitert waren, begannen die Franzosen in der Nacht auf den 12. Juli
mit der Beschießung Frankfurts. Dabei gingen auch einige Granaten
auf der Bornheimer Heide nieder und zerstörten die dortige Pappelallee.
Schließlich entschlossen sich Frankfurt und die kaiserliche Armee
zur Aufgabe. Der Kapitulationsvertrag wurde im Gasthof "Zum goldenen
Adler" in Bornheim unterzeichnet.
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